OMNI Futuretalk Interview
OMNITM FUTURETALK – Interview von Jennifer Wieckhorst, Corporate & Regulatory Affairs Manager BAT Austria, mit Sven Löhr, Geschäftsführer BAT Austria
Jennifer Wieckhorst:
Die Tabakbranche hat sich in den letzten zehn Jahren enorm verändert. Heute verfolgt BAT sogar die Vision einer „Smokeless World“. Für manche klingt das so, als würde sich ein Unternehmen selbst abschaffen wollen. Wie darf man sich diese Transformation realistisch vorstellen oder anders gefragt, wie radikal ist die Transformation wirklich?
Sven Löhr:
Ich verstehe, dass das auf den ersten Blick radikal klingt. Aber der Kern ist: Wir wollen Raucher:innen, die sonst weiterrauchen würden, bessere Alternativen anbieten.
Ich bin stolz darauf, bei einem Unternehmen zu arbeiten, das schon früh erkannt hat, dass sich unsere Branche verändern wird – und dass wir diese Transformation aktiv gestalten müssen.
BAT global investiert seit zehn Jahren massiv in Innovation: aktuell knapp 400 Mio EUR pro Jahr. Und das tun wir nicht nur für uns, sondern auch für unsere Partner im Fachhandel – also auch für Sie, liebe Trafikantinnen und Trafikanten. Wir liefern Ihnen damit das „Futter“, mit dem Sie Ihr Geschäft in die Zukunft führen können.
Wichtig ist: Wir sind nicht die einzigen, die diesen Wandel erkannt haben. Aber wir sind als BAT besonders breit aufgestellt – weltweit Nummer 1 bei E-Zigaretten mit Vuse, und in Österreich Nummer 1 bei Nikotin Pouches mit Velo. Diese Vielfalt macht die Transformation möglich.
Jennifer Wieckhorst:
Was ist OMNI™?
Sven Löhr:
OMNI™ ist unsere Informationsplattform, die transparent zeigt, wie wir als BAT, Schritt für Schritt auf dem Weg zu A Better Tomorrow™ vorankommen.
Konkret geht es um den Aufbau einer rauchfreien Welt – also darum, dass Raucher:innen, die sonst weiterrauchen würden, auf Alternativen umsteigen können und das Konzept der Risikoreduktion verstehen.
Man kann sich OMNI™ wie ein „Wikipedia für Risikoreduktion“ vorstellen: eine zentrale Wissensquelle für Wissenschaft, Behörden, Regulierer und politische Entscheidungsträger.
In erster Linie ist OMNI™ online verfügbar. Gleichzeitig machen wir die Plattform durch gedruckte Materialien, Gespräche mit Stakeholdern und Informationsformate bekannter. Wir planen einen eigenen OMNI™-Newsletter für Trafikant:innen. Weil sich OMNI™ – genauso wie die Wissenschaft und die Art des Nikotinkonsums – laufend verändert und weiterentwickelt. Wir möchten, dass die Trafikant:innen immer am aktuellen Stand der Transformation sind. Das gibt Vertrauen in die Produkte und die Entwicklung und baut Kompetenz auf.
Jennifer Wieckhorst:
Gutes Stichwort. Du hast die Vielfalt der risikoreduzierten Produkte erwähnt. Trotzdem liegt ihr gemeinsamer Marktanteil erst bei rund 13–14 Prozent und rund 20 Prozent der Erwachsenen in Österreich rauchen nach wie vor. Wie baut BAT hier Vertrauen bei den Konsumentinnen und Konsumenten auf?
Sven Löhr:
Zunächst einmal: Der Markt zeigt großes Potenzial. Aber es gibt noch viel zu tun – und diese Aufgabe können nur Industrie und Trafikant:innen gemeinsam bewältigen.
Aufklärung spielt dabei eine zentrale Rolle. Konsument:innen müssen verstehen, wie die Produkte funktionieren und welche Unterschiede es zur Zigarette gibt.
Auch die Rahmenbedingungen sind entscheidend: Regulierung auf EU- und nationaler Ebene, aber auch die steuerliche Behandlung der Produkte beeinflussen die Akzeptanz massiv.
Ein Beispiel ist unser Tabakerhitzer glo™ – den konnten wir in Österreich bisher aufgrund einer Gold-Plating-Regelung gar nicht auf den Markt bringen.
Und eines ist mir besonders wichtig:
Kommunikations- und Werbeverbote würden den Fortschritt massiv bremsen.
Wenn Menschen Alternativen nicht erklärt bekommen, können sie auch nicht umsteigen. Hier müssen Industrie und Trafikant:innen unbedingt gemeinsam auftreten.
Jennifer Wieckhorst:
Viele Branchen sind in einem Transformationsprozess. Zum Beispiel auch die Medienbranche. Beide Branchen stehen unter Innovationsdruck. Gleichzeitig dürfen Stammkunden nicht verloren gehen. Wie schafft man diesen Spagat?
Sven Löhr:
Zuerst ganz klar: Die Zigarette ist heute weiterhin die Basis unseres Geschäfts – und auch des Tabakeinzelhandelsmonopols. Das zeigen die Marktanteile eindeutig.
Aber: Wir reinvestieren diese Gewinne konsequent in unsere risikoreduzierten Innovationen. Denn sie sind langfristig die Zukunft – für uns und für die Trafikant:innen.
Entscheidend ist die Vielfalt:
Wie in der Medienwelt gibt es nicht mehr die eine Lösung. Jede Konsumentin und jeder Konsument sucht sich die Alternative, die individuell am besten passt. Genau dorthin bewegt sich die Transformation.
Und wir verlieren dabei keine Stammkundschaft – wir bleiben ihnen weiterhin verlässlich erhalten und entwickeln uns mit ihr weiter.
Jennifer Wieckhorst:
Transformation gelingt selten allein. Welche Rolle spielen Partnerschaften – auch außerhalb der Branche?
Sven Löhr:
Partnerschaften sind ein absoluter Erfolgsfaktor. Innerhalb der Branche müssen wir gemeinsam bewegen, was notwendig ist – von Regulierung bis Konsumentenaufklärung.
Aber wir schauen bewusst über den Tellerrand hinaus. Gerade bei der Kommunikation unserer neuen Produkte sind branchenfremde Kooperationen entscheidend:
beispielsweise beim Hahnenkamm-Rennen, bei Tomorrowland oder in der Formel 1.
Bei solchen Großevents erreichen wir erwachsene Konsument:innen – und dafür brauchen wir die Kommunikationsfreiheiten. Ein totales Werbe- und Sponsoringverbot wäre fatal.

British American Tobacco Austria GmbH
Geschäftsführer: Sven Löhr
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